Zuletzt aktualisiert: 6. September 2020

Über 12 Millionen Deutsche verbrachten 2018 einen Urlaub in Frankreich, so das renommierte Statistikportal Statista. Woran das liegt: Berge, Meer, tolle Städte und südländisches Flair – Frankreich hat alles zu bieten. Deshalb bieten sich Rundreisen durch Frankreich an, um möglichst viel Geschichte, Kultur und Landschaft dieses faszinierenden Landes sehen zu können.

Unser großer Check zur Rundreise durch Frankreich im Jahr 2021 wartet mit zahlreichen Informationen, Tipps, Reisevergleichen und Hinweisen rund um dieses Thema auf. Wir möchten damit dafür sorgen, dass du eine unbeschwerte Zeit in Frankreich genießen kannst und Probleme und Eventualitäten bereits bei der Planung beseitigt werden.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Frankreich ist so groß, wie es vielfältig ist. Das Land bietet raue und eher kalte Gebiete wie die Alpen mit einigen der höchsten Berge Europas. Gleichzeitig sind auch tolle Badeorte mit südlichem Flair in Frankreich zu finden.
  • Die große Vielfalt verlangt es, dass du dich bezüglich der besten Reisezeit und dem jeweiligen Temperaturschema gut informierst.
  • Die Anreise nach Frankreich ist dank guter Verkehrsanbindungen aus Deutschland unkompliziert.

Rundreise durch Frankreich: Die besten Reiseangebote

Die Planung einer Rundreise braucht einiges an Arbeit und vielleicht ist es dir lieb, diese Arbeit bereits von einem Reiseunternehmen abgenommen zu bekommen – und das auf professionelle und sichere Art und Weise. Für diesen Fall haben wir dir einige Rundreisen durch Frankreich bei namhaften Reiseanbietern herausgesucht:

Die beste Rundreise entlang der Côte d´Azur


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Côte d´Azur: Kultur & Genuss

Auf der 8 tägigen Reise lernst du die azurblaue Küste von ihrer schönsten Seite kennen. Von deinem Standort in Nizza erlebst du das atemberaubende Cannes und die Düfte der Provence in der mittelalterlichen Stadt Grasse. Folge den Spuren bekannter Künstler und spüre bei einer Bootsfahrt auf die Lerinischen Inseln die Magie des Mittelmeers. Genieße lokale Köstlichkeiten und erfahre das luxuriöse Ambiente des wohl schönsten Küstenabschnitts Südfrankreichs.

Die beste Rundreise durch die Normandie Frankreichs


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Normandie: Kultur & Genuss

Landschaftlich einzigartig, lädt die Normandie mit endlosen Sandstränden, steilen Kreidefelsen, idyllischen Tälern und einem hügeligen Hinterland mit weiten Wäldern auf dieser 8-tägigen Reise zum Erkunden ein. Der Beiname „Land des Cidre und Calvados“ lässt erkennen, dass die Normandie zudem auch kulinarisch viel zu bieten hat. Und kulturell wartet sie mit dem Mont Saint-Michel, dem Garten von Claude Monet sowie Rouen, der Stadt des Impressionismus, auf.

Die beste Rundreise durch Frankreichs Hauptstadt


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Paris ─ Hauptstadt der Grande Nation

Die Höhepunkte auf deiner Reise durch Frankreichs Hauptstadt sind eine Führung durch den Louvre, ein Museumspass für 4 Tage sowie ein zentral gelegenes Hotel, damit du alle Stationen und die schönsten Sehenswürdigkeiten von Paris ganz bequem erkunden kannst.

Die beste Rundreise auf Frankreichs beliebtesten Inseln


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Mediterranes Flair auf Sardinien und Korsika

Auf deiner 15-tägigen Rundreise kannst du dich unter anderem von den Wandmalereien in Orgosolo inspirieren lassen, ein Hirtenpicknick in der Barbagia genießen und die weißen Felsen von Bonifacio bewundern.

Die beste Studienreise durch die Provence Frankreichs


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Kostbarkeiten der Provence

Als Highlights erwarten dich ein Ausflug zur berühmten Caverne du Pont d`Arc im Tal der Ardèche sowie ein Besuch des Lavendelmuseums in Coustellet und eines Winzers im Luberon.

Die beste kulinarische Rundreise durch die Provence in Frankreich

Kulinarische Reise durch die Provence

Kulinarische Reise durch die Provence

Auf dieser Rundreise kannst du erleben, wie die Provence schmeckt und dabei mit dem Auto die vom Lavendel und dem nahen Mittelmeer geprägte Landschaft erkunden.




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2060,00 EUR

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Die schönste Rundreise durch die Bretagne in Frankreich

Per Bus durch die Bretagne

Per Bus durch die Bretagne

Durch den wilden Nordwesten Frankreichs geht es bei dieser Rundreise – und das ganz bequem per Bus. Dabei stehen viele Sehenswürdigkeiten auf dem Programm, aber auch Zeit zum bloßen Genießen.




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2645,00 EUR

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Reisehighlights in Frankreich: Was du auf deiner Rundreise unbedingt sehen oder machen solltest

Frankreich ist ein ziemlich großes Land und deswegen zögerst du vielleicht noch bei der Frage, ob es sich für eine Rundreise eignet. Mit den folgenden Fragen und Antworten möchten wir dir dabei helfen, diese Entscheidung abwägen zu können.

Warum lohnt sich eine Rundreise durch Frankreich?

Die Antwort auf diese Frage ist ziemlich einfach. Frankreich ist eines der vielfältigsten Länder in Europa und von Deutschland aus gut und schnell zu erreichen.

Es sind nicht nur solche Ausblicke wie hier bei Nizza, die Menschen an Frankreich faszinieren. Auch das genaue Gegenteil, die rauen Alpen, kannst du in Frankreich finden. (Bildquelle: unsplash.com / Frenjamin Benklin)

Du kannst in Frankreich alles finden: von der rauen Atlantikküste, über geheimnisvolle Landschaften im Landesinneren wie die Ardeche, zahlreichen Zeugen einer ruhmreichen Geschichte und den mächtigen Alpen, bis hin zu dem südlichen Flair der heißen Côte d’Azur mit den Jetset-Metropolen Nizza, St. Tropez und Cannes.

Baden, Wandern, Sightseeing – nicht zuletzt im märchenhaften Paris mit Louvre, Sacre Coeur und Versailles -, Wildpferde beobachten, Wein und Käse und gutes Essen: toutes est possible (alles ist möglich), wie die Franzosen sagen würden.

Der ÖPNV und das Bahnsystem in Frankreich sind sehr gut, sodass eine Reise als Rucksacktourist oder Camper mit dem Zelt auf dem Rücken definitiv machbar ist.

Welche Städte, Regionen und Sehenswürdigkeiten gibt es in Frankreich?

Frankreich ist, genau wie Deutschland, ein föderalistischer Staat, wenn auch mit einem sehr zentralistisch geprägten System. Während bei uns die Bundesländer die allermeisten Entscheidungen individuell treffen können, hat in Frankreich „Paris“, also die französische Regierung, in vielen Belangen die zentrale Steuerungsgewalt inne.

Die Pendants zu den Landkreisen der Bundesrepublik – wenn auch in Frankreich großflächiger als bei uns – sind die so genannten Départements (etwa „Gebietskörperschaften“). Es gibt 101 Départements in Frankreich.

Meistens sind es mehrere dieser Départements, die sich aufgrund kultureller, geografischer und struktureller Zusammenhänge zu Regionen zusammenfassen lassen, für die bestimmte Begebenheiten prägend sind.

Folgende Regionen sind die bekanntesten französischen Regionen:

  • Alpen: in den französischen Alpen, die an der Grenze zur Schweiz liegen, kannst du den höchsten Berg Europas, den Mont Blanc, finden. Viele der dortigen Berge sind aufgrund einer sehr frühen Touristifizierung über Bergpässe für den Autoverkehr oder mit Seilbahnen erschlossen. Hochklassige Ski-Resorts reihen sich an kleine pittoreske Alpendörfer.
  • Ardeche: die Ardeche im Südosten Frankreichs ist ein durch den gleichnamigen Fluss geprägtes, markantes felsiges Tal mit bis zu 900 Metern Höhenunterschied von der Talsohle zu den höchsten Bergen. Es ist etwa 125 km lang und bietet tolle Möglichkeiten fürs Kanufahren oder Bootstouren. Gleichzeitig gibt es auf vielen Wanderwegen grandiose Aussichten.
  • Atlantikküste: an der Atlantikküste Frankreichs im Westen des Landes findest du schroffe Felsen, aber auch zauberhafte Orte wie La Rochelle mit weiten Sandstränden. Die grobe geografische Eingrenzung der Atlantikküste, die sich nicht über den gesamten Westen erstreckt, lautet: von der Loire bis zu den Pyrenäen. Auch der berühmte, historische Badeort Biarritz fällt also in diesen Bereich.
  • Auvergne: Vulkangestein trifft auf üppige, grüne Wälder. So kannst du dir die Auvergne im Zentrum des Landes vorstellen. Mehrere Schluchten machen diese Gegend, die zu einem großen Teil aus dem Zentralmassiv, einem markanten Mittelgebirge, besteht, zu einem besonders schönen Wanderziel. Auch Skifahren bietet sich auf den in der Auvergne an.
  • Bretagne: ganz im Nordwesten Frankreichs, wo Großbritannien nicht weit entfernt ist, befindet sich die Bretagne, bei der das Nachbarland bereits im Namen steckt. Auch hier findest du zahlreiche Badeorte, aber auch Wattlandschaften. Und rosafarbenen Sand und Felsen, was die Besonderheit der Region darstellt.
  • Bourgogne: im deutschen Sprachraum ist die Bourgogne auch als Burgund bekannt – und das vor allem wegen dem gleichnamigen Wein, der im östlichen Zentrum Frankreichs beheimatet ist. Geprägt ist die Feinschmeckerregion von den weiten Weinbergen, aber auch vielen grünen Wäldern.
  • Camargue: Pferdeliebhabern dürfte es ein Begriff sein – in der Camargue gibt es einige der letzten Wildpferde Europas zu bestaunen! Als Teil der Provence im Süden ist die Camargue ein Gebiet, das von sumpfartigen Landschaften geprägt ist. Bekannt ist die Camargue auch für ihr besonderes Rindfleisch und den roten Reis, der dort angebaut wird.
  • Champagne: im Nordosten von Frankreich liegt das einzige Weinbaugebiet, in dem Champagner auch als solcher bezeichnet verkauft werden darf. Vielleicht hast du schon einmal etwas vom Champagnerparagraphen gehört. Das markante Grüngelb der Weinreben kennzeichnet diese Region, genau wie viele alte pittoreske Dörfer und Bistros.
  • Côte d’Azur: Promis werden oft mit einem Teil der azurblauen Südküste Frankreichs in Verbindung gebracht. Aber Nizza, von wo aus Monaco nicht weit ist, ist nicht die einzige Sehenswürdigkeit. Zahlreiche Festungen zeugen von einer bewegten Geschichte und im Hinterland kannst du die Seealpen finden, die durch die warmen Winde ein ganz besonderes Flair hat.
  • Elsass: das Elsass, oder französisch „Alsace“, gehörte in seiner Geschichte mal zu Frankreich, mal zu Deutschland. Straßburg und Colmar sind die beiden größten Städte des an Baden-Württemberg grenzenden, deutschsprachigen Mittelgebirges mit mittelalterlichem Flair. Hier sitzt die einzige Brauerei Frankreichs und von hier kommt der Flammkuchen.
  • Loire: an das gleichnamige Flüsschen und in das Tal, das er geformt hat, kamen Adlige aus Paris bereits seit dem Mittelalter, um die stinkende Großstadt für ein wenig Sommerfrische verlassen zu können. Heute ist die Loire im Nordwesten Frankreichs bekannt für mehr als 300 Schlösser, die teilweise auch besichtigt werden können.
  • Normandie: so richtig bekannt wurde diese ehemals sehr ärmliche Region an der Nordküste Frankreichs durch den D-Day im zweiten Weltkrieg, als die Alliierten dort an Land kamen und damit das Ende des Krieges eingeläutet wurde. Der Camembert ist eine regionale Spezialität und die weißen Kreidefelsen landschaftsprägend.
  • Pyrenäen: neben den Alpen findet sich im Südwesten des Landes ein zweites großes Gebirge. Das Besondere an den Pyrenäen – durch ihre Nähe zu Spanien sind sie sehr südländisch geprägt. Hier wachsen und leben viele seltene Pflanzen und Tiere. Und auch das spanische Baskenland und der Zwergstaat Andorra sind nicht weit.
  • Provence: der Lavendel ist hier allgegenwärtig. Er wird auf großen Feldern angebaut und verteilt seinen besonderen Duft in der warmen Luft. Mit Marseille findet sich eine der größten Städte Frankreichs in der Provence und wilde Täler mit Felsen, Weinbau und Olivenbäumen machen dieses Fleckchen zu einem ganz Besonderen.

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Frankreich?

Es gibt viel mehr Sehenswürdigkeiten in Frankreich, als dass wir dir in diesem Artikel aufführen könnten. Dennoch haben wir einige der bekanntesten Sights herausgesucht, die wir dir im Folgenden gerne vorstellen möchten.

Alpe d’Huez

Auf den kleinen Ort in den Alpen führt eine Straße mit 21 Serpentinen. In regelmäßigen Abständen ist Alpe d’Huez Etappenziel beim weltbekannten Radrennen Tour de France. Die Aussicht von dort oben ist grandios und im Winter ist Alpe d’Huez eine der besten Adressen für exklusives Skifahren und Übernachten in Frankreich.

Die Kirche „Notre Dame des Neiges“ („Unsere liebe Frau vom Schnee“) ist eine sehr sehenswerte, moderne Kirche. Wenn du Glück hast, kannst du in Alpe d’Huez archäologischen Ausgrabungen bezüglich eines abgegangenen Ortes aus dem 12. Jahrhundert zusehen, denn die Skistation gilt als eine der wichtigsten Ausgrabungsstätten Frankreichs.

Carcassonne

Carcassonne im Süden des Landes – besser gesagt die Cité de Carcassonne – ist eine historische Festungsstadt, die 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Ihre Gründung wird ins 1. Jahrhundert datiert. Noch heute kannst du die Festung mit der doppelten Stadtmauer besichtigen. Du solltest beachten, dass einige Häuser bewohnt und nicht zugänglich sind.

Besonders sehenswert sind die Kirche und das Grafenschloss. Was Carcassonne darüber hinaus zu bieten hat, lässt sich nicht auf eine Epoche beschränken: von der Römerzeit bis zum Hochmittelalter gibt es verschiedene Baustile zu bestaunen.

Disneyland Paris

Wenn du die Disneyfilme einmal zur Wirklichkeit erweckt sehen möchtest, bietet sich das Disneyland Paris an. Als einziges Disneyland auf europäischem Boden beherbergt es alle Besonderheiten, die das originale Disneyland in Amerika ebenfalls zu bieten hat.

Viele Hotels rund um das Disneyland Paris bieten besondere Pakete mit Eintrittskarten und Übernachtungen an. Es lohnt sich, diese im Auge zu behalten!

Genfer See

Der Genfer See, französisch „Lac Leman“, ist mit 580 Quadratkilometern der größte See Frankreichs. Er liegt in den Savoyer Alpen, wo auch die Schweiz an ihn angrenzt. Eingebettet in eine bemerkenswerte Bergwelt kannst du hier Bootstouren unternehmen oder einfach einen schönen Sommertag beim Baden verbringen.

Der Genfer See im Sonnenuntergang ist ein ganz besonderes Schauspiel. Vom Berg „Mont Pélerin“ aus kannst du ihn besonders gut beobachten. (Bildquelle: unsplash.com / Alexander Kovacs)

Die Stadt Évian-les-Bains ist die bekannteste der französischen Städte am Genfer See. In ihrer Nachbargemeinde wird das berühmte Evian-Mineralwasser abgefüllt.

Lourdes-Grotte

Seit 1858 ein junges Mädchen an dieser Stelle Marienerscheinungen gehabt haben soll, entwickelte sich die „Grotte von Massabielle“, wie sie offiziell heißt, zu einem weltweit bekannten Wallfahrtsort im südfranzösischen Lourdes. Einer Quelle, die aus der Grotte entspringt, werden Heilkräfte zugeschrieben.

Im heiligen Bezirk, zu dem die Grotte gehört, befinden sich auch drei Basiliken und ein Krankenhaus für die erkrankten Pilger.

Mont Blanc

Mit dem 4810 Meter hohen Mont Blanc in den französischen Alpen befindet sich der höchste Berg Europas in Frankreich – je nach Definition der Grenze zwischen Europa und Asien. Auch der Elbrus in Russland wird in manchen Quellen als höchster Berg genannt, weil er mehr als 800 Meter höher ist.

Der Mont Blanc ist für Touristen nicht erschlossen, jedoch hast du vom Aiguille du Midi den besten Blick auf den Gipfel. Eine 20 Minuten dauernde Seilbahnfahrt bringt dich dorthin.

Mont Saint-Michel

Der Mont Saint-Michel ist ein Klosterberg in der Normandie. Bis in späte 19. Jahrhundert hinein war er nur bei Niedrigwasser zu erreichen, weil ihn das Meer als eine Insel vollkommen umgab. Dann wurde ein Damm gebaut, sodass der Mont Saint-Michel trockenen Fußes besucht werden konnte. Die altertümlichen, engen Gässchen und das Kloster, in dem noch heute Mönche leben, sind einen Besuch wert.

Vor einigen Jahren wurden Rückbaumaßnahmen getroffen, sodass der Berg langsam aber sicher wieder zur richtigen Insel werden soll. Schon heute ist es ein faszinierendes Schauspiel, wenn die Flut kommt und der Mont Saint-Michel plötzlich wieder von Wasser umgeben ist.

Paris

Die französische Landeshauptstadt Paris birgt so viele Sehenswürdigkeiten, dass wir uns entschieden haben, ihr einen extra Absatz zu widmen.

Ob die weltberühmte, bei einem Feuer 2019 leider teilweise zerstörte Kathedrale Notre Dame de Paris, der Eiffelturm, das Louvre-Museum, die Sacre-Coeur-Kirche mit ihrem wunderschönen Blick über die ganze Stadt oder das Schloss Versailles etwas außerhalb von Paris – du solltest dir bei deiner Rundreise durch Frankreich eine der meistbesuchtesten Städte Europas nicht entgehen lassen!

Pont d’Avignon

Die Pont Saint-Bénézet („Sankt-Bénézet-Brücke“), wie die Brücke von Avignon eigentlich heißt, ist die Ruine einer Bogenbrücke aus dem Mittelalter im südfranzösischen Avignon. Anders, als das bei Brücken eigentlich Sinn macht, hört sie mitten in der Rhône auf, anstatt den ganzen Fluss zu überspannen. Die „halbe“ Brücke kannst du heute besichtigen.

Eine Legende besagt, dass einem kleinen Schäferjungen durch eine himmlische Stimme aufgetragen worden war, eine Brücke zu bauen. Das Lied „Sur le pont d’Avignon“ machte die Brücke weltberühmt.

Pont du Gard

Die Pont du Gard („Brücke über den Gard“) ist einer der besterhaltensten römischen Aquädukte weltweit. Ihren Namen hat die Brücke in Südfrankreich vom Flüsschen Gard, über das sie gebaut ist. Sie war einmal Teil einer über 50 Kilometer langen Wasserleitung, die von den Römern gebaut worden war, um Wasser in Richtung der Stadt Nîmes zu transportieren.

Auf der Höhe der unteren Bögen wurde im 18. Jahrhundert eine Straßenbrücke hinzugebaut. Diese ist mittlerweile allerdings nicht mehr befahrbar. Immer wieder ist die Brücke Teil von Marathons oder der Tour de France.

Straßburger Münster

Das Straßburger Münster ist nur eine der vielen berühmten Kathedralen Frankreichs. Auch Notre Dame de Reims oder die Kathedrale von Chartres sind spannende Kirchenbauwerke, die es sich lohnt, anzusehen.

Das katholische Straßburger Münster ist eine der größten Sandsteinkathedralen weltweit und durch die Geschichte des Städtchens geprägt – die gotische Kirche verbindet sowohl französische, als auch deutsche Einflüsse. Sie hat ein besonderes, großes Rosettenfenster mit zahlreichen Lichtreflexen. Das Straßburger Münster kannst du außerhalb der Gottesdienstzeiten kostenlos besichtigen.

Wie ist das Essen in Frankreich?

Das Essen ist in Frankreich wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens – Franzosen lieben gute Küche. Und deshalb wundert es dich vielleicht nicht, dass von Baguettes, Quiches und Croissants über Schokoladenbrötchen („Pains au Chocolat“), französischen Wein und Käse bis hin zu Flammkuchen vieles den Weg nach Deutschland gefunden hat.

Die Küche in Frankreich ist sehr vielfältig und dreht sich keineswegs nur um Froschschenkel, wie klischeehaft gerne einmal behauptet wird. Vielmehr ist das Tolle an der französischen Küche, dass jede Region ihre Besonderheiten hat, gemäß dem, was dort angebaut oder gezüchtet wird oder was Tradition ist.

Deftige Hausmannskost wie eine südwestfranzösische Stopfleber („Foie gras“) und Cassoulet, ein Bohneneintopf mit Gemüse, Fleisch und Speck kannst du genauso finden, wie es auch leichte Gerichte wie eine Quiche oder Bouillabaisse, eine Fischsuppe aus Marseille gibt.

In der „Haute Cuisine“, also der hohen oder gehobenen Küche, gibt es Weinbergschnecken aus Burgund und auch die berühmten Froschschenkel zu finden. Auch in Sachen Desserts verstehen die Franzosen ihr Handwerk. Créme Brulée und Macarons sind nur zwei Beispiele dafür.

Für Franzosen ist das Essen mehr als nur das, es ist ein Lebensgefühl für sie und deswegen solltest du ein bisschen Platz im Magen mitbringen, wenn du in ein großes Restaurant gehst: sieben Gänge sind keine Seltenheit, sondern purer Genuss für die Menschen in Frankreich.

Welche kulturellen Besonderheiten gibt es in Frankreich?

Frankreich gilt für viele als das Land des puren Genusses und tatsächlich kann man von den Franzosen sagen, dass sie das Leben lieben. Nicht nur, was gutes Essen angeht. Man feiert gerne, man lässt es sich bei einem Glas Rotwein gut gehen und ist generell sehr entspannt. „Le savoir-vivre“, „wissen, wie man lebt“, so nennt man das französische Lebensgefühl.

Zu diesem Lebensgefühl gehört auch, dass Franzosen nicht gerade die aller pünktlichsten Menschen sind. Je nachdem, wie wichtig ihnen ein Termin ist oder nicht, gestaltet es sich als unterschiedlich, ob sie pünktlich da sind oder nicht.

Franzosen gelten in Deutschland als reserviert und arrogant, aber tatsächlich wird ihr Verhalten oft missverstanden: sprichst du einen Franzosen auf Deutsch an, kommt es nicht selten vor, dass er dich sehr wohl versteht.

Tatsächlich haben Franzosen aber oft Angst, sich mit ihren Sprachkenntnissen zu blamieren. Generell sind sie jedoch sehr gastfreundliche Menschen, von denen kaum jemand ein Problem damit hat, dir die Frage nach dem richtigen Weg zu beantworten.

Franzosen lieben das Lesen – und sie schreiben mindestens genauso gerne und gut. Bestes Beispiel hierfür ist der Literaturnobelpreisträger 2014: Patrick Modiano. Ein Franzose. (Bildquelle: unsplash.com / Carl Borg)

Frankreich ist außerdem das Land der Poeten und Literaten: die französische Literatur wird immer wieder mit Preisen und Auszeichnen überschüttet, weil es kaum Autoren auf der Welt wie sie zu geben scheint, die so bissig-zynisch, prägnant und poetisch über die Welt und ihre Probleme, aber auch große Gefühle darstellen können.

Es könnte dir auf deiner Rundreise durch Frankreich passieren, dass dir jemand zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange geben möchte. Dieser Begrüßungskuss heißt „La Bise“, wird vielfach als Ritual, also als etwas Selbstverständliches, beschrieben. Und die Anzahl, wie oft sich abwechselnd auf die linke und rechte Wange geküsst wird, unterscheidet sich je nach Gesellschaftskreis und Region.

Anders als es hierzulande der Fall ist, haben Franzosen eine sehr unverkrampfte Haltung zum eigenen Staat. Und das, obwohl der Begriff „La Grande Nation“ („die große Nation“) eine deutsche Erfindung ist. Ihr Stolz auf ihr Heimatland kommt von vielen Persönlichkeiten wie Charles de Gaulle oder auch Napoleon, die die Weltgeschichte nachhaltig geprägt haben.

Welche Aktivitäten lohnen sich in Frankreich?

Es mag ein wenig klischeehaft und nicht wirklich stichhaltig klingen: aber in Frankreich ist tatsächlich alles möglich. Das Land ist so vielfältig, so bunt – auch was die Freizeitaktivitäten angeht, denen du nachgehen kannst.

Diejenigen, die neben den klassischen Beschäftigungen wie Wandern, Radfahren und Schwimmen für das Nachspüren des französischen Lebensgefühls dazugehören, haben wir dir hier einmal aufgelistet:

  • Bistrobesuch
  • Boule spielen
  • Picknick
  • Weinverkostung

Bistrobesuch

Bistros gehören nicht nur in den Großstädten Frankreichs ins Stadtbild. In Bistros findest du eher kleine Speisen, die als Snacks geeignet sind, dennoch ist die Qualität dieses Essens oft nicht zu unterschätzen.

Zusammen mit Straßencafés sind Bistros diejenigen Orte, an denen insbesondere nach Feierabend das Leben pulsiert. Schon Künstler des 18. Jahrhunderts, die im berühmten Montmarte-Viertel in Paris gelebt haben, trafen sich in Bistros für geistreiche Gespräche unter Freunden.

Boule spielen

Boule ist ein Spiel mit Metall- und Holzkugeln, für das es in Frankreich in öffentlichen Parks nicht selten Spielanlagen gibt. Gespielt wird auf Sandfeldern, auf denen die Kugeln besonders wenig verrutschen können.

Ziel der bekanntesten Variante „Boule Lyonnaise“, die in Lyon erfunden wurde, ist es, Holzkugeln möglichst nah an eine vorab geworfene Metallkugel zu werfen. Der Boulesport ist in Frankreich sogar professionell organisiert mit einer eigenen Sportliga.

Für viele Menschen ist es nach Feierabend eine beliebte Aktivität, mit ein paar Freunden oder auch ganz Fremden eine Runde Boule zu spielen. Vielleicht auch etwas für dich?

Picknick

Édouard Manet, der berühmte französische Maler, fertigte die wohl berühmteste bildliche Picknick-Szene an und das „Aufpicken einer Kleinigkeit“, was die ursprüngliche Bedeutung des Picknicks ist, ist etwas, das du in Frankreich sehr oft beobachten kannst.

Man nehme ein frisches Baguette aus einer Boulangerie, also einer Bäckerei, kaufe sich etwas Käse und Speck, vielleicht noch ein paar Oliven oder andere saisonale Gemüse- und Obstsorten und einen Wein und setze sich in einen Park oder auf einen öffentlichen Platz. Et voilà: Hochgenuss für zwischendurch!

Weinverkostung

Bei der großen Anzahl der Weinanbaugebiete und betrachtet unter dem Umstand, dass in Frankreich einige der besten Weine weltweit angebaut werden, darunter zum Beispiel der „Domaine de la Romanée-Conti“ aus der Bourgogne lässt sich sagen: Wein gehört unverrückbar zu Frankreich und deshalb kannst du im ganzen Land Angebote rund um das Getränk finden.

Der Besuch einer Weinprobe lohnt sich nicht nur in Weinanbauregionen! Auch in französischen Städten kannst du spezialisierte Weingeschäfte finden, die oftmals sogar beim Einkauf anbieten, ein Glas probieren zu können.

Reisetipps: Worauf du bei deiner Rundreise durch Frankreich achten solltest

Natürlich kann eine ganz spontan begangene Reise auch ihren Reiz haben, aber es gibt einige Dinge, die wir dir für die Planung deiner Frankreichrundreise ans Herz legen wollen. Ein wenig, um enttäuschten Erwartungen vorzubeugen, aber auch, um dir ein traumhaftes Urlaubserlebnis ermöglichen zu können.

Was ist die beste Reisezeit für Frankreich?

Wann du am besten nach Frankreich reisen solltest, können wir dir nicht pauschal beantworten. Das liegt an der Vielfalt des Landes und dass es ganz darauf ankommt, wo deine Reiseschwerpunkte liegen, was du also gerne sehen möchtest.

Generell lassen sich zwei Teile des Landes unterscheiden, die im Sommer und Winter unterschiedliche Besonderheiten haben. Diese Einteilung kannst du sehr grob vornehmen und gedanklich eine horizontale Linie von den Alpen ausgehend über das Land ziehen, um schließlich folgende Hälften zu haben:

  • Nordfrankreich: im Winter rau, im Sommer mild
  • Südfrankreich: im Winter mild, im Sommer heiß

Wichtig: bitte bedenke bei dieser sehr vereinfachten Merkregel, dass sie allgemeine Zusammenhänge beschreibt. Konkrete Durchschnittstemperaturen findest du in den beiden folgenden Teilabsätzen.

Klima

Generell lässt sich sagen, dass das Klima im nordfranzösischen Teil ähnlich des Klimas in Deutschland ist, da dieser Teil auf dem selben Breitengrad liegt. Im Winter kann es hier also durchaus schneien. Im Sommer sind Temperaturen von bis zu 35 Grad Celsius möglich.

Im südfranzösischen Winter kann es gerade in den Alpen und den Pyrenäen, sowie in den höher gelegenen Mittelgebirgen kräftig schneien und zweistellige Minusgrade haben. Du solltest während einer Reisezeit im Winter damit rechnen, aufgrund von unbefahrbaren Straßen nicht durchführen zu können, was du vielleicht tun möchtest.

Im Sommer sind auch in den Alpen bis zu 30 Grad möglich, an der Côte d’Azur sind Temperaturen mit 40 Grad und mehr nicht mehr ungewöhnlich.

Hier findest du eine Klimatabelle mit minimalen und maximalen Temperaturangaben:

Monat Minimale Temperatur Maximale Temperatur
Januar 10°C 16°C
Februar 10°C 17°C
März 11°C 19°C
April 12°C 20°C
Mai 14°C 22°C
Juni 15°C 24°C
Juli 16°C 25°C
August 16°C 25°C
September 15°C 24°C
Oktober 13°C 21°C
November 11°C 19°C
Dezember 10°C 17°C

(Quelle: wetter.de)

Achtung: da es sich hierbei um Temperaturen für ganz Frankreich handelt, können die Temperaturen in bestimmten Regionen deutlich höher oder niedriger sein, was bei den Durchschnittstemperaturen, die in dieser Tabelle angegeben sind, nicht ersichtlich wird. Informiere dich am besten konkret bezüglich des Wetterberichts in deinen Zielregionen!

Wassertemperatur

Bei den Wassertemperaturen an französischen Küsten gibt es teilweise große Unterschiede zwischen den einzelnen Küsten beziehungsweise Ozeanen. Während der Atlantik an der Nord- und Westküste eher rauer und temperaturtechnisch auch kälter ist, ist das Wasser an der Côte d’Azur und dem Mittelmeer wärmer.

Monat Minimale Wassertemperatur Maximale Wassertemperatur
Januar 9°C 13°C
Februar 9°C 13°C
März 10°C 13°C
April 12°C 15°C
Mai 12°C 18°C
Juni 15°C 22°C
Juli 19°C 23°C
August 18°C 23°C
September 19°C 22°C
Oktober 16°C 19°C
November 14°C 17°C
Dezember 11°C 15°C

Wie sieht es mit der Sicherheit in Frankreich aus?

Bevor wir dir einige wichtige Hinweise zur Sicherheitslage in Frankreich geben wollen, möchten wir darauf hinweisen, dass du dich vor und auch während deiner Reise durch Frankreich mit hilfe der Nachrichten, Zeitungen und offizieller Informationen der Regierung auf dem Laufenden halten solltest. Lagen können sich schnell entwickeln und verändern.

In Frankreich kann es immer wieder zu unerwarteten Streiks im öffentlichen Nahverkehr oder anderen Bereichen des öffentlichen Lebens kommen. Soziale Unruhen und Brennpunktthemen wie die Rente oder Gehälter sorgen dafür, dass Menschen ihre Arbeit niederlegen und demonstrieren. Daraus hervorgehen können erhebliche Verkehrsbehinderungen, auch auf den Straßen.

Die Gelbwestenbewegung setzt ihre Ziele sehr radikal durch, gewaltsame Ausschreitungen passierten in den vergangenen Monaten immer wieder. Es können Straßenblockaden errichtet werden, die dich an der Weiterfahrt hindern können.

Leider wird Frankreich auch immer wieder von Terroranschlägen erschüttert. Aus diesem Grund werden verstärkt Gepäck- und Taschenkontrollen an Bahnhöfen oder in Einkaufszentren und Museen durchgeführt. Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland rät dazu, wachsam zu sein auf öffentlichen Plätzen und das Gepäck immer mit Namen und Anschrift zu kennzeichnen.

Auf den Seiten des Auswärtigen Amtes im Internet findest du aktuelle Hinweise für Frankreich. Auch eine App des Auswärtigen Amtes kann dir bei deiner Reiseplanung hilfreich sein.

Welche gesundheitliche Risiken gibt es in Frankreich?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO weist darauf hin, dass das Auslassen von Impfungen, zum Beispiel in Bezug auf Masern, ein erhöhtes Risiko mit sich bringt, Krankheiten zu bekommen. Sie empfiehlt daher, vor einer Reise den Impfstatus von allen Reisenden zu überprüfen und dementsprechend zu handeln.

Für die Mittelmeerregion wird eine Impfung gegen Hepatitis A empfohlen. Im Elsass wird vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gewarnt. Gegen diese kannst du dich ebenfalls impfen lassen.

In Südfrankreich (Département Var) wurden 2019 vereinzelte Infektionen mit dem Zika-Virus gemeldet. In diesem Virus besteht ein Risiko für Schwangere, da es Fehlbildungen des ungeborenen Kindes zur Folge haben kann.

Ebenfalls in Südfrankreich kann das Dengue-Fieber oder das West-Nil-Fieber, ausgelöst durch Mückenstiche, auftreten. Das Auswärtige Amt empfiehlt, sich mit entsprechenden Mitteln gegen solche Mückenstiche zu schützen.

In der Nähe von Porto Vecchio (Südfrankreich) sind Fälle der Bilharziose festgestellt worden. Du solltest das Baden im Fluss Cavu (auch: Cavo) vermeiden, da alle Fälle mit dieser Aktivität in Verbindung gebracht wurden.

Gibt es besondere Einreisebestimmungen für Frankreich?

Frankreich ist seit ihrer Gründung Mitgliedsland der Europäischen Union. Das Land hat dabei das von der EU veranlasste Schengen-Abkommen unterzeichnet, sodass es dem Schengen-Raum angehört.

Die für deine Reise hilfreichen Konsequenzen aus diesem Abkommen sind, dass es für Deutsche (und Bürger anderer Schengen-Staaten) keinerlei Einreisebedingungen gibt. Die Grenzen zu Frankreich sind offen.

Wichtige Voraussetzung für das Reisen ist es, ein gültiges Ausweisdokument wie den Personalausweise oder den Reisepass mitzuführen, da Kontrollen vorkommen können. Auch vorläufige Reisepässe oder Personalausweise, sowie Kinderreisepässe (für Kinder unter 12 Jahren) sind für eine Einreise nach Frankreich gültig.

Allein reisende Kinder unter 15 Jahren sollten eine Einverständniserklärung der Eltern mitführen. Ein solches Dokument kann auf der Homepage des Auswärtigen Amtes ausgedruckt werden.

Für die Reise mit einem Haustier nach Frankreich (Hund, Katze, Frettchen) solltest du einen Heimtierausweis besitzen. Diesen braucht es als Nachweis einer Impfung gegen Tollwut.

Frankreich schreibt darüber hinaus keine Pflichtimpfungen für die Einreise vor.

Wie lange sollte eine Rundreise durch Frankreich dauern?

Die Dauer einer Rundreise durch Frankreich ist sehr davon abhängig, welche Teile des Landes du besuchen oder was du erleben möchtest.

Da Frankreich um einiges größer ist als Deutschland und die Wege länger sind, macht es Sinn, mindestens drei Tage für eine Rundreise durch Frankreich einzuplanen. Für diese kurze Dauer solltest du dann Reiseziele wählen, die nicht allzu weit auseinander liegen.

Bei einer geplanten Wanderrundreise solltest du damit kalkulieren, dass du etwa 15 bis 20 Kilometer pro Tag schaffst. Per Rad dürftest du etwa 30 bis 50 Kilometer pro Tag schaffen, mit einem e-Bike noch mehr. Je nach persönlicher Kondition kannst du Reisen zwischen fünf Tagen und drei Wochen finden.

Rundreisen, bei denen du mehrere Regionen entdecken kannst, dauern im Schnitt etwa acht bis 14 Tage. Badeurlaube findest du bereits ab fünf Tagen. Für eine Sightseeing-Tour in mehreren Städten solltest du etwa drei bis fünf Tage einplanen.

Welche Sprache wird in Frankreich gesprochen?

Amtssprache in Frankreich ist Französisch, sodass offizielle Dokumente, Informationen und Straßenschilder auf Französisch geschrieben sind. Es lassen sich 75 Regionalsprachen oder Dialekte unterscheiden. Diese bringen teilweise eigene Wörter und Aussprachen mit ein.

Viele der Franzosen sprechen zumindest einige Brocken Deutsch.

Das liegt an der Nähe zu uns, ihrem Nachbarland. Besonders im Elsass kannst du dich auch gut mit Deutsch über Wasser halten. Dennoch macht es Sinn, sich einige Vokabeln auf Französisch anzueignen. Im Internet gibt es verschiedene Tools, mit denen du die richtige Aussprache trainieren kannst.

Auch Englisch ist eine Sprache, mit der du in ganz Frankreich über die Runden kommen dürftest. Gerade in touristischen Dingen sind Flyer und Broschüren oft standardmäßig auch auf Englisch verfügbar.

Welche Währung gilt in Frankreich?

Da Frankreich seit Einführung des Euros 2002 zur Eurozone gehört, ist dieser auch die geltende Währung des Landes.

Geldautomaten finden sich nahezu überall. Du solltest trotzdem vor deiner Reise durch Frankreich mit deinem Bankberater sprechen, inwiefern das Abheben von Geld im Ausland möglich ist und vor allem etwas kostet.

Bezüglich der Nutzung von Kreditkarten in Frankreich haben wir dir noch einige wichtige Hinweise zusammengestellt:

Kreditkarte

Anders, als das in Deutschland der Fall ist, wird das Zahlen per Kreditkarte in Frankreich sehr gern benutzt. Auch in kleineren Städten dürfte dir das problemlos möglich sein. Lediglich in ländlichen Regionen macht es Sinn, Bargeld bei sich zu tragen.

Nahezu jedes Restaurant bietet mit einem mobilen Kartenlesegerät die Möglichkeit zur Zahlung per Kreditkarte. Visa und MasterCard werden nahezu überall akzeptiert, während die American-Express-Variante weniger populär ist.

Auf eigene Faust: Kann ich die Rundreise durch Frankreich auch selbst organisieren?

Eine von einem Anbieter vorgeplante Rundreise durch Frankreich erscheint dir nicht attraktiv? Du kannst deine Rundreise natürlich auch selbst organisieren. Da Frankreich ein sehr internationales Land ist, ist das gut möglich.

In den folgenden Abschnitten geben wir dir einige hilfreiche Informationen zu diesem Thema.

Wie kann ich Übernachtungen in Frankreich buchen?

Unterkünfte in Frankreich zu buchen, das ist lange nicht mehr so kompliziert, wie das vielleicht einmal in früheren Zeiten war.

Viele der Anbieter von Ferienwohnungen, viele Pensionen und Hotels sind auf den großen Online-Buchungsportalen vertreten und nicht selten durch diese auch einer gewissen Kriterienprüfung unterzogen worden, sodass du dir sicher sein kannst, dass sie qualitativ gut sind.

Auch Airbnb ist in Frankreich weit verbreitet, wobei es sehr umstritten ist. Gerade in Paris machen Einheimischen die vielen vermieten Wohnungen über das Portal zu schaffen, weil sie so schwerer eine eigene Wohnung zum Leben finden.

Gibt es Mietwagen in Frankreich?

Ja, gibt es – du kannst an jedem größeren Flughafen unkompliziert ein Auto mieten und dies gegebenenfalls sogar an einem Ort deiner am Ende deiner Reise wieder abgeben.

Wichtig zu wissen ist , dass Jungfahrer unter 25 Jahren in Frankreich eine zusätzliche Gebühr für das Ausleihen eines Autos bezahlen müssen. Auch für Senioren kann ein solcher Preisaufschlag möglich sein.

Tipp: buche deinen Mietwagen bereits von Deutschland aus, weil du so teilweise deutlich günstigere Preise nutzen kannst als bei einer Buchung vor Ort.

Anreise: Wie kann ich nach Frankreich gelangen?

Die Fernverkehrsverbindungen nach Frankreich aus Deutschland sind sehr gut. Sowohl Flüge, als auch Zugfahrten bewegen sich in einem erschwinglichen preislichen Rahmen. Die großen Flughäfen, die du ins Auge fassen kannst, sind: Toulouse, Nizza, Bordeaux, Paris (drei Flughäfen), Marseille, Lyon, Nantes und Montpellier.

Von Stuttgart nach Paris fährt der französische Schnellzug TGV.

Er macht nur in wenigen anderen Städten Halt, sodass du schnell und äußerst bequem ans Ziel kommst. Gerade bei einem Rundreisestart oder dem Ende der Rundreise in Paris bietet sich diese Möglichkeit an. Auch eine Überlegung wert könnte es sein, vor Paris auszusteigen und auf eine andere TGV-Linie zu wechseln.

Auch die Fahrt mit dem Auto erscheint durch die guten Autobahnnetze in beiden Ländern möglich. Bitte beachte, dass die meisten Autobahnen und Schnellstrecken mautpflichtig sind. Die Maut bezahlst du an Stationen direkt vor Ort, an Auf- und Ausfahrten der „Autoroutes“.

Trivia: Was du sonst noch für deine Rundreise durch Frankreich wissen musst

Die wesentlichen Informationen für deine Rundreiseplanung in und durch Frankreich haben wir dir nun aufgelistet. In den folgenden Abschnitten würden wir dir gerne aber noch ein paar Insights bezüglich länderspezifischer Fakten und anderen Dingen mit auf den Weg geben, die für deine Reise nicht ganz unerheblich sein dürften.

Länderspezifische Fakten und Funfacts über Frankreich

Etwa 67 Millionen Menschen leben in Frankreich – aber nicht nur dort dürfen sie sich „Franzosen“ nennen. Mit seinen Überseeterritorien, die im Übrigen ganz „normal“ als zusätzliche Départements gesehen werden, verfügt Frankreich über ganze 840.000 Quadratkilometer Fläche und zusätzliche 2,6 Millionen Menschen.

Bekannte angegliederte Départements sind die Insel Martinique, La Réunion und Französisch-Guayana.

Und noch ein paar Dinge sind interessant zu wissen:

  • Bahnhofsklaviere: 2012 stellte die französische Bahngesellschaft SNCF versuchshalber ein von Jedermann nutzbares Klavier in den Bahnhof von Montparnasse. Daraus geworden ist eine Erfolgsgeschichte in ganz Frankreich, etwas Musik beim Warten auf den Zug und eine Möglichkeit für junge (Hobby-)Musiker, sich zu profilieren.
  • Sechs Bürgermeister ohne Ort: wusstest du, dass es in Frankreich ganze sechs Bürgermeister haben, die keinen einzigen Bürger vertreten? Sie bekleiden ihr Amt, um im Krieg zerstörte Dörfer wieder zu restaurieren.
  • Städtepartnerschaften mit Deutschland: mehr als 1300 Städtepartnerschaften bestehen zwischen französischen und deutschen Orten. Man besucht sich gegenseitig und plant gemeinsame Veranstaltungen – basierend auf einer Initiative, die die europäische Aussöhnung nach dem zweiten Weltkrieg Wirklichkeit werden lassen wollte.
  • Französische Riviera: das ist nicht etwa ein Teil Italiens, sondern ein Begriff für die Côte d’Azur, die der berühmten italienischen Region in Vielfalt und Klima sehr ähnelt.

Was bedeutet “BIS” auf französischen Verkehrsschildern?

Womöglich wirst du bei denen Planungen auf französische Schilder mit der Bezeichnung „BIS“ stoßen und dich fragen, was sie bedeuten. Befindet sich „BIS“ auf einem Verkehrsschild, zeigt dies eine alternative Strecke zum Ziel, das neben diesem Wort angegeben ist. „BIS Cannes“ bedeutet zum Beispiel, dass du auf diesem Wege auch nach Cannes kommen kannst.

Solche Strecken sind Alternativ- und Entlastungsstrecken für Autobahnen und vielbefahrene Straßen.

Welche Dinge gilt es rund um das Autofahren in Frankreich zu beachten?

In Frankreich gibt es zwar keinen Rechtsverkehr, worauf du zum Beispiel bei einer Rundreise durch Großbritannien achten müsstest, wenn du mit dem Auto unterwegs sein willst. Es gibt aber einige andere Dinge, die du beim Autofahren in Frankreich beachten solltest:

  • Alkoholmessgerät verpflichtend: in Frankreich ist es verpflichtend, dass jedes Auto ein Alkoholmessgerät mitführt. Bei Kontrollen kann die französische Polizei dich dazu auffordern, deine Nüchternheit damit zu beweisen. Diese Individualpflicht hat Hygiene- und Kostengründe. Du kannst solche Tester bereits ab zehn Euro als Einwegvariante erwerben.
  • Tempo 110 bei Regen: auf französischen Straßen bestehen Unterschiede bezüglich der erlaubten Geschwindigkeit und dem herrschenden Wetter. Auf Autobahnen zum Beispiel darfst du bei Regen nur 110 Stundenkilometer statt der ansonsten geltenden 130 Stundenkilometer schnell fahren.
  • Höhe der Bußgelder: außerdem ist es wichtig zu wissen, dass die Bußgelder für Verstöße im Straßenverkehr deutlich höher sind als in Deutschland. Es ist nicht empfehlenswert, zum Beispiel in einen französischen Blitzer zu rasen. Schon 20 Stundenkilometer über der erlaubten Geschwindigkeit bedeuten ein Bußgeld in Höhe von 135 Euro.

Welchen Adapter brauche ich für Steckdosen in Frankreich?

Für französische Steckdosen brauchst du keinen extra Adapter, wenn du in Deutschland gekaufte Geräte nutzen möchtest. Sowohl C-Stecker, als auch F-Stecker passen.

In Frankreich werden Stecker der Klasse E verwendet, wobei diese problemlos auch mit den beiden genannten Varianten genutzt werden können. Für einen F-Stecker sollte natürlich ein Loch für den mittleren Stift vorhanden sein.

Fazit

Frankreich hat unglaublich viel zu bieten und deshalb lohnt sich eine Rundreise durch das vielfältige Land allemal. Als ein Land mit ruhmreicher, aber auch tragischer Geschichte sind es nicht nur historische Bauwerke, die du besichtigen kannst – viele Regionen haben ihr ganz eigenes Flair.

Die Verkehrsanbindungen von Deutschland aus sind sehr gut, es gibt jedoch auch ein großes Angebot an pauschalisierten Rundreisen. Eine perfekte Reisezeit für Frankreich gibt es nicht, denn in Frankreich gibt es immer etwas zu erleben.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.france-hotel-guide.com/de/blog/charakteristischsten-franzosischen-gerichte/

[2] https://www.cia-france.de/blog/kultur-franzosisch-traditionen/franzosische-lebensart/

[3] https://www.eurocampings.de/blog/listing/alkoholtest-in-frankreich-aktuelle-situation/
Bildquelle: pixabay.de/TheDigitalArtist

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