Zuletzt aktualisiert: 6. September 2020

Venezuela ist das Land der Kontraste. Hier findest du Karibik Traumstrand, Dschungel Abenteuer und Erlebnisse in luftiger Höhe. In Venezuela ist alles möglich – wandern, baden, surfen, klettern, bergsteigen, tauchen, schnorcheln und noch vieles mehr. Werde zum Entdecker und tauche ein in die aufregende Tier- und Pflanzenwelt Venezuelas.

Venezuela wird auch als Land der Nationalparks bezeichnet, denn dort gibt es 43 Nationalparks und viele weitere Naturreservate. Das südamerikanische Land besitzt außerdem eine 2800 km lange Küste, an der sich zahlreiche Bademöglichkeiten ergeben. Auch für Begeisterte des Bergsports ist etwas dabei, der höchste Berg Venezuelas ist der Pico Bolívar mit knapp über 5.000 Metern. Durch Venezuela fließt außerdem der Orinoco, der zweitgrößte Fluss in Südamerika nach dem Amazonas. An seinen Ufern kannst du exotische Tiere beobachten.

In unserem großen Rundreisebericht zu Venezuela stellen wir dir die besten Rundreisen durch Venezuela im Jahr 2021 vor. Wir vergleichen verschiedene Angebote von Rundreiseanbietern und beantworten dir alle wichtigen Fragen, damit du deine Reise perfekt vorbereiten kannst. Damit möchten wir dir die Entscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die perfekte Rundreise durch Venezuela für dich zu finden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Venezuela ist das Land der Nationalparks. Über 60% des Landes gelten als geschützt und es gibt 43 Nationalparks im ganzen Staat.
  • Venezuela besitzt eine 2800 km lange Küste an der Karibik. Traumstrände mit türkisblauem Wasser sind auf deiner Reise garantiert.
  • Venezuela ist auch das Land der Vielseitigkeit. Es gibt fünf geografische Großräume: die Anden, die Orinoco-Ebenen im Zentrum, die Maracaibo-Tiefländer im Nordwesten, das Hochland von Guayana im Südosten und die vielen kleinen Inseln in der Karibik.

Rundreise durch Venezuela: Die besten Reiseangebote

Damit auf deiner Rundreise durch Venezuela auch garantiert nichts schiefgeht und du das traumhafte Land in vollen Zügen genießen kannst, haben wir für dich die besten Anbieter von Rundreisen herausgesucht und stellen dir einzelne Touren vor.

Die beste Rundreise mit Dschungelabenteuer

Abenteuer und Natur stehen bei dieser Rundreise ganz oben. Von Caracas aus geht es zuerst in die Anden nach Merida. Über mächtige Bergpässe geht es nach dem Besuch des Nationalparks Sierra Nevada hinab in die Llanos Tiefebene. Dort erlebst du eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt. Am Weg entlang des Orinoco-Deltas triffst du die Warao-Indianer. Anschließend geht es in den Süden des Landes und in den Canaima Nationalpark mit den berühmten Tafelbergen. Das Ende der Rundreise führt wieder zurück nach Caracas.

Erlebe Naturschauspiel und spannende Tierwelt, kombiniert mit einem Einblick in die Welt der indigenen Bevölkerung Venezuelas. Die perfekte Rundreise, für alle die mehr als die gängigen Highlights von Venezuela sehen möchten.

Venezuela Dschungelabenteuer

Venezuela Dschungelabenteuer

Eine 17-tägige Rundreise durch Venezuela, inklusive Ausflug in die Anden und Besuch bei den Indios. Auch ein Ausflug in den Canaima Nationalpark steht auf dem Programm.




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3799 EUR

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Die beste Aktiv-Rundreise

Highlight dieser 12-tägigen Aktivtour ist der Wasserfall Salto Ángel und die Besteigung des Tafelbergs Roraima. Die Rundreise startet in Caracas und führt weiter über die Ciudad Bolívar bis zum Río Caura, auf dessen Flussfahrt du den ein oder anderen Süßwasserdelfin entdecken kannst. Danach geht es weiter nach Santa Elena, von dort aus am nächsten Tag die 6-tägige Wanderung auf den 2.810 m hohen Roraima folgt. Nach der abenteuerlichen Besteigung geht es zurück zum Ausgangspunkt in das Indianerdorf Parai-Tepui. Ein letztes Mal noch kannst du in die atemberaubende Natur Venezuelas eintauchen, bevor es zurück nach Hause geht.

Diese Rundreise eignet sich für alle, die auch im Urlaub aktiv bleiben wollen und anspruchsvolles Programm suchen. Für diese Tour ist Bergerfahrung Voraussetzung.

Venezuela Aktiv

Venezuela Aktiv

Eine 12-tägige Rundreise, um in die Abgeschiedenheit und Einzigartigkeit der Bergwelt Venezuelas einzutauchen. Highlight der Tour sind die Besteigung des Tafelberges Roraima und die Flussfahrt auf dem Río Caura.




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Preis auf Anfrage

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Reisehighlights in Venezuela: Was du auf deiner Rundreise unbedingt sehen oder machen solltest

Venezuela ist ein Land der Kontraste und lässt sich nicht nur auf eine Sehenswürdigkeit reduzieren. Dieses faszinierende Stückchen Erde umfasst riesige Nationalparks, aufregenden Dschungel, atemberaubende Berge und traumhafte Strände. Der höchste freifallende Wasserfall der Welt, die Anden und die Karibikküste verzaubern Touristen jedes Mal aufs Neue.

Dieses faszinierende Land ist auf jeden Fall eine Reise wert und bietet zahlreiche spannende Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten. (Bildquelle: unsplash.com / Lalo Hernandez)

Warum lohnt sich eine Rundreise durch Venezuela?

Venezuela ist das Land der Nationalparks und Naturschutzgebiete, diese dürfen auch auf deiner Reise nicht fehlen. Über 60% des Landes gelten als geschützt, damit hat Venezuela den höchsten Prozentsatz an Naturschutzgebieten in Nord- und Südamerika.

Fast die Hälfte der Fläche Venezuelas nimmt der Ausläufer des Amazonas-Gebiets ein. Dort finden sich die Große Savanne, Flussebenen des Apure und Orinoco, sowie die Tafelberge, auch Tepui genannt.

Das Land verfügt außerdem über eine 2800 km lange Küste mit karibischen Traumstränden wie im Paradies.

Außerdem befinden sich auf venezolanischen Boden die nördlichen Ausläufer der Anden, die sich fast bis zur Karibik erstrecken. Der höchste Punkt der venezolanischen Anden ist der Pico Bolívar mit knapp über 5.000 Metern. Der südamerikanische Staat beeindruckt außerdem durch seine einzigartige Artenvielfalt und Biodiversität. Diese und noch viel mehr Reiseziele machen einen Aufenthalt in Venezuela zu einem einmaligen Erlebnis.

Du solltest unbedingt einen der 43 Nationalparks des Landes besuchen und die aufregende Flora und Fauna bestaunen. (Bildquelle: pixabay.com / ddouk)

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Venezuela?

In Venezuela gibt es so viel zu entdecken, da fällt eine Eingrenzung wirklich schwer. Nachfolgend haben wir dennoch versucht, die wichtigsten Must-Sees in Venezuela für dich zusammenzustellen. Auf jeden Fall solltest du deine Zeit nicht nur auf den Traumstränden der Karibikküste verbringen, sondern auch mehr von der beeindruckenden Landschaft und Tierwelt erkunden.

Venezuela kann grob in fünf geographische Großräume eingeteilt werden: die Anden, die Orinoco-Ebenen im Zentrum, die Maracaibo-Tiefländer im Nordwesten, das Hochland von Guayana im Südosten. Hinzu kommen die venezolanischen Inseln in der Karibik. Die große landschaftliche Vielfältigkeit des Landes lässt sich vor allem durch den starken Kontrast zwischen Dünenlandschaften am Isthmus von Coro und den Sümpfen des Delta Amacuro zum Ausdruck bringen.

Was du auf deiner Reise nicht verpassen solltest:

  • Nationalpark Canaima
  • Orinoco Delta
  • Nationalpark Los Médanos de Coro
  • Santa Ana de Coro
  • Cueva del Guácharo
  • Los Roques

Nationalpark Canaima

Der Nationalpark Canaima befindet sich im Südosten Venezuelas, im Bundesstaat Bolivar in der Gran Sabana. Er besitzt heute eine Fläche von mehr als 30000 Quadratkilometer. Der Park ist der sechstgrößte Nationalparks der Welt und zählt zum Weltkulturerbe. Im Canaima Nationalpark befinden sich die historischen Tafelberge (Tepuis), Dschungellagunen und der höchste Wasserfall der Welt, der Salto Angel.

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Die Tafelberge im Nationalpark sind der Höhepunkt eines Besuches in Venezuela. Die Berge entstanden vor Jahrmillionen durch die Abtragung des Sandsteins. Übrig geblieben ist ein mächtiger Granitsockel mit einem Plateau als Abschluss, typisch für Tafelberge. Die uralten Tepuis machen 65% der gesamten Parkfläche aus. Für die Eingeborenen gelten die steinigen Riesen als Sitz der „Mawari-Geister”. Von einem der Tafelberge stürzt auch der spektakuläre Angel Fall, der höchste Wasserfall der Welt, in die Tiefe.

Im Nationalpark gibt es eine aufregende Flora und Fauna zu bestaunen. (Bildquelle: pixabay.com / ddouk)

Hier kannst du zum Beispiel Pumas, Jaguare, Ameisenbären, Faultiere, Affen, Kolibris, Tukane, Papageien und andere Vögel beobachten. Besonders gut kann man die Dschungel- und Savannenlandschaften des Parks vom Wasser aus betrachten. Eine Kanufahrt auf dem Rio Caroni bietet dazu die perfekte Möglichkeit. Fahrten werden ab der Lagune von Canaima angeboten, die ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten des Nationalparks zählt. Der märchenhafte Ort zählt zu den schönsten Plätzen Venezuelas.

Orinoco Delta

Der Orinoco Fluss besitzt zahlreiche Seitenarme und ist nach dem Amazonas der zweitgrößte Fluss Südamerikas und der viertgrößte der Welt. Eine Fahrt auf dem Orinoco streicht die außergewöhnlichen Nuancen dieses wunderbaren Flussdeltas hervor. Der Fahrt führt von den mächtigen Gipfeln der Anden bis in die tropischen Landschaften am Mündungsdelta. Große und kleine Boote schlängeln sich durch die üppige grüne Welt. Besonders gut kannst du die vielen Tierarten frühmorgens oder nachts beobachten.

Nationalpark Los Médanos de Coro

Der Nationalpark Los Médanos de Coro befindet sich an der Nordküste von Venezuela. Er ist der kleinste Nationalpark des Landes, in ihm finden sich jedoch die größten Sanddünen Südamerikas. Die Dünen erstrecken sich über 20 Kilometer und können gut mit dem Auto abgefahren werden. Obwohl der Park flächenmäßig nicht sehr groß ist, bietet er dennoch einen atemberaubenden Ausflug in die Wüste. Die Mini-Sahara stellt einen beeindruckenden Kontrast zu den grünen Flusslandschaften des Canaima Nationalparks dar. Bei Sonnenauf- oder -untergang leuchten die Sanddünen besonders toll.

Santa Ana de Coro

Das zauberhafte Örtchen Santa Ana de Coro an der Nordküste Venezuelas gehört zu den ältesten Städten des Landes. Das noch aus der Kolonialzeit erhaltene Stadtzentrum und der historische Hafen La Vela del Coro zählen zum Weltkulturerbe.

Die Stadt lässt sich sehr leicht erkunden.

Die Straßen sind schachbrettartig angelegt. Sehenswert ist auf jeden Fall das Arcaya-Haus, eine traumhafte historische Villa. Ebenfalls solltest du die Kathedrale Coros, die Iglesia di San Francisco besichtigen. Sie wurde Mitte des 16. Jahrhunderts erbaut.

Cueva del Guácharo

Die Cueva del Guácharo liegt im gleichnamigen Nationalpark, nicht weit von der Playa Medina, einem wunderschönen karibischen Traumstrand. Die Guácharro Höhle ist das Nationaldenkmal von Venezuela. Alexander von Humboldt benutzte die Höhle einst für Forschungszwecke. Er benannte die Vögel in der Höhle „guacháros“, auf Deutsch „Kreischer“. In weiterer Folge wurde auch die Höhle so genannt. Der heutige Name dieser fedrigen Lebewesen ist Fettschwalme. Die ideale Zeit um den Nationalpark Cueva del Guácharo zu besuchen liegt zwischen August und Dezember, weil dann die Zahl der Vögel am größten ist.

Los Roques

Etwa 170 km vor der Küste Venezuelas liegt die Inselgruppe Los Roques. Der Archipel besteht aus mehr als 300 kleinen Inseln und lockt mit paradiesischen Sandstränden und türkisblauem Wasser. Der geschützte Nationalpark ist durch die Seegraswiesen und Korallenriffen auch für Taucher ein Traum.

Schnorchelnd, tauchend oder relaxend kann man auf den Roques die atemberaubende Unterwasserwelt, zahlreiche Vogelschwärme und Meeresschildkröten bei der Eiablage beobachten. (Bildquelle: pixabay.com/ ddouk)

Die einzig ständig bewohnte Insel ist die Hauptinsel Gran Roque, auf der sich auch einige Unterkünfte für Touristen befinden. Auch eine kleine Landepiste findet man dort. Am besten besucht man die Roques Inseln zwischen November und April, da im Sommer die Gefahr von Hurrikans besteht.

Wie ist das Essen in Venezuela?

Die venezolanische Küche setzt sich aus traditionellen Zutaten zusammen. Die Zubereitung der Speisen variiert jedoch von Region zu Region. Das Nationalgericht von Venezuela heißt Pabellón Criollo und besteht aus schwarzen Bohnen, Kochbananen, Reis und zerrissenem Faserfleisch.

Weitere venezolanische Klassiker sind zum Beispiel Arepas, typisch südamerikanische Maisfladen mit verschiedenen Füllungen wie Huhn oder gezupftes Rindfleisch. Auch die süße Version „Arepas Dulces“ können wir empfehlen. Außerdem solltest du Cachapa probieren, eine Art Eierkuchen aus süßem Mais.

Ebenfalls können wir Hallacas, ein Ragout mit Rindfleisch und anderen Zutaten in Maisteig, und Mondongo, ein Eintopf, empfehlen. Natürlich findest du in Venezuela auch die typisch südamerikanischen Empanadas und das süße cremige Dulce de Leche.

Welche kulturellen Besonderheiten gibt es in Venezuela?

Die venezolanische Kultur setzt sich aus drei verschiedenen Ursprüngen zusammen: der indigenen, der afrikanischen und der spanischen Kultur. Die indigenen Einflüsse finden sich zum Beispiel im Wortschatz und in der Kulinarik. Die afrikanischen Elemente sind zwar nicht so groß, zeigen sich aber beispielsweise bei den Musikinstrumenten wie das Tambour. Der größte Einfluss auf die venezolanische Kultur stammt aus Spanien durch die damaligen Kolonisatoren. Die spanischen Aspekte kommen vor allem in der Architektur, in Teilen der Musik, der katholischen Religion sowie der Sprache zum Vorschein.

Zu den ursprünglichen venezolanischen Traditionen zählen Holz- und Steinschnitzereien, die bis zu den indischen Jäger- und Sammlerkulturen zurückreichen. Die Mehrzahl der heutigen Stein- und Holzschnitzereien dienen jedoch eher zur Zierde, du kannst sie in unterschiedlichen Teilen des Landes entdecken. Auch typischen Tänze und Musik gehören zur Tradition in Venezuela. Die Llanera bildet die beliebteste Musikform Venezuelas. Dabei dienen eine viersaitige Gitarre (el cuatro), Rasseln (maracas), Harfe und Bandola als Musikinstrumente. Der Joropo ist der am weitesten verbreitete Tanz und wird auf öffentlichen Festen sowie bei privaten Feiern zu Hause und auf dem Land getanzt. Die Küstenregion verfügt ebenfalls über typische Tänze, bei denen die besondere Trommelmusik nicht fehlen darf.

Welche Aktivitäten lohnen sich in Venezuela?

Neben dem klassischen Urlaubsprogramm am karibischen Traumstrand, hat Venezuela viele weitere Aktivitäten und Highlights zu bieten. In diesem Absatz möchten wir dir einen Einblick in die spannendsten Aktivitäten in Venezuela geben. Zusammengefasst handelt es sich bei unseren Empfehlungen um:

  • Rundflug durch den Canaima Nationalpark
  • Tauchen und Schnorcheln
  • Wandern
  • Flussfahrt auf dem Orinoco
  • Baden und Surfen

Rundflug durch den Canaima Nationalpark

Der Canaima Nationalpark zählt mit seinen Wasserfällen zu den Hauptattraktionen Venezuelas. Beeindruckend sind neben den Wasserspielen auch die uralten Tafelberge, die du im Flugzeug aus der Vogelperspektive betrachten kannst. Fahrten mit dem Flugzeug starten von der Canaima Lagune aus. Erkundige dich am besten bei lokalen Anbietern über Preise und Zeiten.

Tauchen und Schnorcheln

Fürs Tauchen und Schnorcheln eignen sich am besten die Islas los Roques. Die flachen Atolle, Seegraswiesen, Sandbänke, Kliffs und Korallenriffe und das glasklare, türkisblaue Meer, das in den schönsten Blau- und Türkistönen schillert, bieten eine hervorragende Voraussetzung für den Unterwassersport. Auch die Insel Margarita bietet ein wahres Taucherparadies. Zu den dortigen Tauchspots zählen Pampatar, an der Ostküste der Isla Margarita, ein toller Ort für Anfänger, El Farallon, ein 14 Meter tiefer Felsen, und La Ballena und Murucal. Weiters bietet die Islas Los Frailes aufregende Orte zum Schnorcheln und Tauchen. Die Inselgruppe bilden neun kleine Inseln mit Tauchplätzen für Anfänger bis hin zu erfahrenen Tauchern. Die Insel Cubagua, Santa Anna Ferry und der Mochima National Park verfügen ebenfalls über traumhafte Spots für Taucher und Schnorchler.

Wandern

Die Berglandschaft von Venezuela bietet ideale Bedingungen zum Trekking und Bergsteigen. Die Anden beginnen im Westen des Landes und bieten verschiedene Vegetationsstufen. Bis zu etwa 2000 Meter Höhe gibt es üppige tropische, immergrüne Bergwälder. Danach fangen Wälder mit Moosen, Farnen und Lianen an, zu gedeihen. Ab 4.500 Metern ist die Gebirgskette komplett mit Eis bedeckt. Der höchste Berg Venezuelas ist der Pico Bolívar mit 4.978 Metern. Beliebte Wanderrouten sind der Roraima Tepui, der höchste Tafelberg im Canaima Nationalpark, die Sierra Nevada de Mérida und die Sierra de la Culata.

In Venezuela kannst du bestens wandern, mountainbiken, klettern, bergsteigen, paragliden und sogar reiten in den Bergen.

Abseits der Anden bietet auch der Nationalpark Médanos de Coro eine aufregende Wanderung. Hier kannst du durch die Sanddünen des Nationalparks spazieren und dich wie in der Sahara Wüste fühlen.

Flussfahrt auf dem Orinoco

Mit etwas Glück kannst du auch Süßwasserdelfine beobachten.

Exotische Abenteuer erlebst du im Flussdelta des Orinoco, dem Dschungel von Venezuela. Auf deiner Expedition im Boot kannst du unberührten Regenwald und tropische Flora und Fauna hautnah erleben. Das Delta erstreckt sich über 30.000 Quadratkilometer an beiden Ufern des Orinocos, der sich mit unzähligen Seitenarmen durch fast ganz Venezuela schlängelt. Nur auf einer Flussfahrt kommst du Tieren wie Schildkröten, Kaimanen, Eidechsen, Schlangen, Affen, Jaguaren, Gürteltieren, Anacondas und Wasserschweinen ganz nah.

Baden und Surfen

Du möchtest dich nach den zahlreichen spannenden Aktivitäten erstmal ausruhen? Kein Problem! Auch das ist möglich in Venezuela, und zwar auf den vielen karibischen Traumstränden, die das Paradies auf Erden zu sein scheinen. Beliebte Strände sind zum Beispiel der Playa Medina, der als schönster Strand von Venezuela gilt, die Küstenregion des Mochima Nationalparks im Nordosten und der Playa Norte im Nationalpark Morrocoy an der Westküste. Natürlich laden auch die vielen traumhaften Inseln des Landes zum Entspannen ein, wie zum Beispiel die Isla Margarita. Die Insel ist auch unter Surfern sehr beliebt. Venezuela eignet sich bestens zum Wind- und Kitesurfen. Bekannte Orte hierfür sind die Islas los Roques, die Isla Cubagua, El Yaque oder Adicora.

Reisetipps: Worauf du bei deiner Rundreise durch Venezuela achten solltest

Du hast dich für eine Rundreise durch Venezuela entschieden? Wunderbar! In diesem Abschnitt wollen wir dir noch ein paar wichtige Tipps für deine Reise, sowie allgemeine wichtige Punkte für deine Reisevorbereitung mit auf den Weg geben.

Was ist die beste Reisezeit für Venezuela?

Wegen der abwechslungsreichen Geografie gibt es keine eindeutige beste Reisezeit für den Urlaub in Venezuela. Die Regenzeit von Juni bis August solltest du aber vermeiden. Für einen Badeurlaub eignet sich der deutsche Winter (Dezember bis April) am besten. Generell herrscht ganzjährig ein sommerliches warmes Klima, außer in den höheren Gebirgslagen. Je nach Lage deines Reiseziels ergeben sich daher unterschiedliche beste Reisezeiten.

Klima

In den niedrigeren Gebieten von Venezuela, also bis 800 Meter, herrscht ein tropisches Klima. Wir sprechen hierbei von Temperaturen bis zu 35 °C. In den Höhenlagen zwischen 800 und 2.000 Metern liegt Venezuelas gemäßigte Klimazone. Hier wird es durchschnittlich 12 bis 25 °C warm. Ab 2.000 Metern Höhe fängt die kühle Zone an, mit 9 bis 11 °C. Über 3.000 Metern Höhe gibt es alpines Klima mit weniger als 8 °C im Durchschnitt. Hier kann es auch schneien und Frost geben.

Hier eine Klimatabelle von Caracas (Hauptstadt):

Monat Min. Temperatur Max. Temperatur
Januar 15°C 26°C
Februar 15°C 26°C
März 16°C 28°C
April 17°C 28°C
Mai 18°C 28°C
Juni 18°C 27°C
Juli 17°C 26°C
August 17°C 27°C
September 17°C 28°C
Oktober 17°C 27°C
November 17°C 27°C
Dezember 16°C 26°C

Die trockenste Zeit ist zwischen Dezember und April, wobei Februar der trockenste Monat ist. Die Regenzeit dauert normalerweise von Mai bis November.

Wassertemperatur

Die Wassertemperatur bleibt das ganze Jahr über in etwa gleich, daher eignet sich Venezuela, abgesehen von den Regenmonaten, fast das ganze Jahr als Badeurlaubsziel. Meist beträgt die Temperatur des Wassers um die 28 °C.

Monat Durchschnittliche Wassertemperatur
Januar 27°C
Februar 27°C
März 28°C
April 28°C
Mai 29°C
Juni 30°C
Juli 30°C
August 31°C
September 30°C
Oktober 30°C
November 30°C
Dezember 28°C

Wie sieht es mit der Sicherheit in Venezuela aus?

Derzeit gilt Venezuela als kein sicheres Reiseland, aufgrund der seit Mai 2016 anhaltenden Wirtschaftskrise. Es herrscht ein wirtschaftlicher und medizinischer Ausnahmezustand. Außerdem kommt es wegen des Versorgungsnotstands immer wieder zu gewaltsamen Protesten und Auseinandersetzungen. Das Auswärtige Amt rät daher von Reisen nach Venezuela ab, es herrschen auch teilweise Reisewarnungen und erhöhte Sicherheitsstufen für bestimmte Regionen. Falls du dennoch eine Reise nach Venezuela planst, solltest du folgende Dinge beachten:

  • Reisen in Grenzgebiete Kolumbien und Brasilien sind momentan sehr gefährlich, es kann zu Entführungen kommen.
  • In Caracas und Großstädten muss mit Demonstrationen gerechnet werden.
  • Stromausfälle und Mobilfunknetz-Ausfälle geschehen landesweit.
  • Nur noch wenige Fluglinien steuern den Flughafen in Caracas an.
  • In Städten und auf Landstraßen besteht die Gefahr, Opfer von Überfällen zu werden. Reisende müssen mit Taschendiebstähle und Handtaschenraub rechnen.
  • Führe immer nur eine Kopie deines Ausweises mit, auch bei Passkontrollen.
  • Benutze nur offizielle Flughafen-Taxis.
  • Trage so wenig Geld und Wertvolles wie möglich bei dir.
  • Leiste keinen Widerstand bei Überfällen.
  • Unternehme keine Fahrten in der Dunkelheit.

Welche gesundheitlichen Risiken gibt es in Venezuela?

Für die Einreise nach Venezuela gibt es keine Pflichtimpfungen, es gibt jedoch Empfehlungen für Reisende. Eine Gelbfieberimpfung ist für alle vorgeschrieben, die aus einem Gelbfieberausbruchsgebiet einreisen (z.B. Brasilien). Die Impfung wird jedoch für fast alle Landesteile Venezuelas als ratsam angesehen. Dein Impfpass sollte außerdem auf dem neuesten Stand sein (eventuelle Auffrischungen für Masern, Mumps, Röteln, Diphtherie, Tetanus). Frage hierzu am besten deinen Hausarzt. Ebenfalls sinnvoll sind Hepatitis A und B Impfungen.

Hilfreiche Informationen erhältst du außerdem beim Tropeninstitut deines Landes.

Auf alle Fälle solltest du ausreichend Mückenschutz mitnehmen, denn Teile Venezuelas gehören auch zu den Malariagebieten. Krankenhäuser entsprechen nicht dem europäischen Standard. Eine angemessene Behandlung, vor allem von Notfällen, ist nicht gewährleistet. Du solltest außerdem unbedingt eine umfangreiche Reiseapotheke, die auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, einpacken, da es akuten Medikamentenmangel gibt.

Gibt es besondere Einreisebestimmungen für Venezuela?

Touristen brauchen für die Einreise nach Venezuela kein Visum, sofern sie nicht länger als 90 Tage bleiben. Du benötigst lediglich einen sechs Monate gültigen Reisepass. Reisende müssen ihre Wiederausreise und ausreichend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können. Bei der Einreise auf dem Luftweg wird Reisenden eine Touristenkarte im Flugzeug ausgehändigt, die für einen Aufenthalt von 90 Tagen gilt. Am besten notierst du dir für den Notfall auch die Adressen der zuständigen Botschaften deines Landes in Venezuela.

Wie lange sollte eine Rundreise durch Venezuela dauern?

Die ideale Reisedauer hängt sehr davon ab, welche Teiles des Landes du besichtigen möchtest. Venezuela ist sehr groß, mit 916.445 km² etwas größer als Deutschland und Frankreich zusammen, daher können Reisen von Westen in den Osten bzw. von Norden nach Süden einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Wer möglichst viel von Venezuela sehen möchte, sollte sich mindestens vierzehn Tage Zeit nehmen. (Bildquelle: pixabay.com / Bruno)

Die meisten Reiseangebote dauern in der Regel zwischen 14 und 20 Tagen. Es kommt auch darauf an, ob du nur die typischen Orte besuchen möchtest, du eher wandern oder baden möchtest und was du alles erleben willst. Eine genaue Planung vor Reiseantritt ist daher unabdingbar.

Welche Sprache wird in Venezuela gesprochen?

Die offizielle Sprache des Landes ist Spanisch, indianische Sprachen sind allerdings als Amtssprachen anerkannt. An der Grenze zu Brasilien wird auch Portugiesisch gesprochen. Englisch ist nicht sehr weit verbreitet, Grundkenntnisse in Spanisch sind daher für Besucher Venezuelas sehr nützlich.

Welche Währung gilt in Venezuela?

Die Landeswährung ist Bolívar, der anfänglich noch als „Bolívar fuerte“ (starker Bolívar) bezeichnet wurde. Seit der Hyperinflation ist diese jedoch nichts mehr wert, sodass Reisende nur noch mit US-Dollar bezahlen können. Im August 2018 wurde der alte Bolívar durch den Bolívar soberano ersetzt, der nun fünf Nullen weniger enthält als der alte. Venezuela hat eine der höchsten Inflationsraten der Welt. Im Mai 2019 lag der Umrechnungskurs bereits bei 5200:1. Es herrscht immer noch Banknotenknappheit, deswegen sind kaum noch Geldscheine verfügbar. Als Tourist kann es passieren, dass man an Geldautomaten kein Bargeld mehr erhält. Auch das Bezahlen mit Kreditkarten kann Probleme verursachen.

Welche Kreditkarte sollte ich für Venezuela nutzen?

Kreditkarten werden in Venezuela nicht von allen Institutionen angenommen. In internationalen Hotels und Geschäften solltest du normalerweise mit einer Kreditkarte bezahlen können, allerdings ist hierbei mit hohen Kursverlusten zu rechnen. Immer wieder werden bei Kreditkartenabrechnungen Betrugsfälle festgestellt. Am besten informierst du dich vor deiner Reise bei deinem Bankinstitut.

Wo kann ich in Venezuela Geld wechseln?

Ausländische Währungen (vorzugsweise US-Dollars) dürfen offiziell nur in ausgewiesenen Wechselstuben oder Banken in die Landeswährung eingetauscht werden. Wegen der Banknotenknappheit kann das Wechseln von Geld in Venezuela zum Problem werden. Häufig werden daher auch Dollarnoten akzeptiert.

Welche Zeitzone hat Venezuela?

Venezuela liegt in der Zeitzone America/Caracas/Venezuela (VET). Die Differenz zur MEZ (mitteleuropäische Zeit) ist fünf Stunden. Venezuela liegt daher fünf Stunden gegenüber Deutschland zurück.

Auf eigene Faust: Kann ich die Rundreise durch Venezuela auch selbst organisieren?

Wenn du zu dem Typ Reisender gehörst, der sich ein Land gerne sehr individuell ansieht, ist es natürlich auch möglich, das Land auf eigene Faust zu erkunden. Der große Vorteil dabei ist, dass du dadurch viel flexibler in der Gestaltung deiner Reise bist.

Wie kann ich Übernachtungen in Venezuela buchen?

In ganz Venezuela gibt es sogenannte Posadas. Meist werden diese von Familien sehr persönlich geführt. Man merkt die Liebe im Detail und die Preise sind sehr gut. Die Posadas gibt es sowohl in simpler als auch luxuriöser Ausführung.

Eine andere Möglichkeit, fernab von typischen Hotels, sind Airbnb-Wohnungen. In den größeren Städten findest du diese bestimmt.

Gibt es Mietwagen in Venezuela?

Für die Rundreise kannst du dir einen Mietwagen ausleihen. Am besten erledigst du das vor Beginn deiner Reise. Mietwagen können am Flughafen Caracas oder in der Stadt Caracas selbst abgeholt und auch wieder abgegeben werden. Soweit uns bekannt, gibt es keine andere Abhol- oder Rückgabestationen. Das heißt, du musst am Ende deiner Rundreise wieder nach Caracas zurückkehren, um das Auto abzugeben.

Anreise: Wie kann ich nach Venezuela gelangen?

Der Flughafen in Caracas kann von Deutschland aus mit den Fluglinien Air France und Iberia, zum Beispiel von Frankfurt, erreicht werden. Du musst dabei mit einer Zwischenlandung in anderen südamerikanischen Städten rechnen, daher kann die Reisezeit durchaus bis zu 20 Stunden betragen.

Du kannst auch über die Grenze von Brasilien aus einreisen, wenn du nur den südlichen Teil Venezuelas besuchen möchtest. Wie schon erwähnt, herrscht an Grenzgebieten jedoch erhöhtes Sicherheitsrisiko.

Trivia: Was du sonst noch für deine Rundreise durch Venezuela wissen musst

Jetzt solltest du bereits sehr gut über Venezuela informiert und bereit für deine Venezuela Rundreise sein. In diesem Teil wollen wir dir allerdings noch ein paar länderspezifische Fakten mit auf den Weg geben.

Die Geschichte von Venezuela

Vor rund 500 Jahren sichtete Kolumbus die Küste Venezuelas als erster Europäer. Das Land war aber schon vor mehr als 4000 Jahren besiedelt worden, was Keramikfunde beweisen konnten. Die eigentliche Kolonialgeschichte des Landes begann aber mit der Ankunft von Amerigo Vespucci am Golf von Maracaibo 1499, der der Küste den Namen Venezuela verlieh. Es folgten Jahre der Kolonisierung und Christianisierung Venezuelas. Das Ende der Kolonialzeit und die finale Unabhängigkeit wurde 1864 erreicht, als Venezuela zur Republik erklärt wurde. Im Unabhängigkeitskampf spielte vor allem der große Freiheitskämpfer Südamerikas, Simón Bolívar, eine große Rolle.

Der Anfang des 20. Jahrhunderts war gekennzeichnet durch Diktaturen und Bürgerkriege. 1935 entstanden schließlich erste Parteien und 1945 kam die erste Partei, die Demokratische Aktion, an die Macht. Es folgten Putsche, Wahlen, Regierungswechsel und nach vielen Jahren der Regierung durch die Demokratische Aktion folgte Ende der 70er Jahre die christlich-soziale Partei als führende Partei. Es folgten weitere Putschversuche, Krisen, Korruptionsvorwürfe und Skandale. 1998 wurde Hugo Chávez Präsident. In der Öffentlichkeit war er sehr umstritten, da ihm Korruption vorgeworfen wurde. Seit 2013 ist Nicolás Maduro von der Vereinigten Sozialistischen Partei Staatsoberhaupt Venezuelas.

Länderspezifische Fakten über Venezuela

Zum Schluss unseres Ratgebers über Rundreisen durch den nördlichen Teil von Südamerika findest du hier noch einige länderspezifische Fakten.

  • Regierungssystem: Präsidialsystem
  • Einwohner: 31.689.176 (Stand 2018)
  • Fläche: 912.050 km²
  • Hauptstadt: Caracas
  • Religion: ca. 79 % sind Anhänger der römisch-katholischen Kirche, zudem existieren auch verschiedene indianische Stammesreligionen
  • Netzspannung: 110 V, 60 Hz. Du solltest unbedingt einen Adapter mitbringen.

Fazit

Venezuela ist ohne Frage ein spannendes Land und schwer, nur in einem Wort zu beschreiben. Venezuela ist so reich an Tieren, Pflanzen und Landschaften, dass es allen Besuchern die Sprache verschlägt. Überwältigend sind nicht nur die paradiesischen Traumstrände an der Küste, sondern auch die wahrhaften Attraktionen im Landesinneren.

Eine Reise nach Venezuela wird dir definitiv magische Erinnerungen an beeindruckende Augenblicke verschaffen. Sei es das Flussdelta des Orinoco, die rauschenden Wasserfälle, die urzeitlichen Tafelberge, die Regenwälder, die grünen Gebirgszüge oder karibischen Inseln, diese Reise wirst du niemals vergessen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.urlaubspiraten.de/urlaub/suedamerika/venezuela/
[2] https://franks-travelbox.com/suedamerika/venezuela/die-top-10-sehenswuerdigkeiten-von-venezuela/
[3] https://www.schwarzaufweiss.de/venezuela/kurzportrait1.htm
[4] https://venezuela.de/land-leute/essen-trinken/

Bildquelle: pixabay.de/gabrielmbulla

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